Die Costa Blanca
Auch die weiße Küste genannt. Die Costa Blanca ist bei Europäern sehr beliebt und wird dadurch von internationalem Publikum gern als Urlaubsziel oder Wohnort gewählt. Die Weltgesundheitsbehörde (WHO) bezeichnet das milde Klima an der Costa Blanca als eines der Besten auf der ganzen Welt. Ca. 300 Sonnentage im Jahr sprechen für sich.
Freizeit- und Sportangebote an der Costa Blanca lassen sich das ganze Jahr über nutzen. An der Costa Blanca stehen diverse Golfplätze mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zur Verfügung. Es gibt teilweise kilometerlange Sandstrände, welche sich zwischendurch mit Steilküsten abwechseln. Das macht die Landschaft interessant. Die Küste und das Hinterland sind mit Pinien, Orangen-, Mandel-, Mispel- und Olivenbäumen sowie zahlreichen Palmen übersät, welche das Landschaftsbild je nach Jahreszeit immer wieder verändern. Die Berge und weiten Täler laden zu einer unvergesslichen Wanderung ein.
Die ärztliche Versorgung, Einkaufsmöglichkeiten, Infrastruktur, Banken, Versicherungen (u. a. DKV) sowie Telekommunikation können durchaus mit den anderen europäischen Ländern mithalten. Der Hauptflughafen ist Alicante, welcher eine perfekte Anbindung innerhalb Europas aufweist. Außerdem ist der Flughafen Valencia durch seine geringe Entfernung eine gute Ausweichmöglichkeit.
Alfas del Pi
Eine an der Küste zwischen Benidorm und Altea liegende, 1786 als Festung zur Abwehr gegen die Raubzüge der afrikanischen Berber gegründete Stadt, deren heutige Haupteinnahmen aus dem Tourismus bestehen. Die kleine Stadt hat an Sehenswürdigkeiten die 1784 vollendete Kirche Cristo del Buen Acierto zu bieten, auf deren Gelände eine Pinie wächst, die das Wahrzeichen der Stadt ist. Ebenfalls sehenswert ist die Anlage Castillo del Conde de Alfaz, ein Areal im mittelalterlichen Stil, mit Hotel und Ferienwohnungen. In dem dazugehörigen Restaurant hat man die Möglichkeit ein mittelalterliches Bankett zu genießen, während sich auf einer Kampfbahn ein Ritterturnier abspielt. Auch schön ist die Aussicht über das Mittelmeer vom Leuchtturm Faro de Punta Bombarda und der dabei stehende, 4m hohe Rest eines Wachtturms namens Torre Bombarda, gebaut zum Schutz gegen die Piraten.
Alicante
Alicante ist die Hauptstadt der Costa Blanca.
Die kulturellen Überreste der letzten 3.000 Jahre sind in dieser Stadt zu finden. Alicante verfügt über schön angelegte Parks, Kultur und ein interessantes Nachtleben.
Altea
Das Wahrzeichen von Altea ist die Kirche mit ihrer blau-weißen Kuppel, welche sich am höchsten Punkt der malerischen Altstadt befindet. Ein Spaziergang durch die schmalen, belebten Gassen sollte man sich zu keiner Jahreszeit entgehen lassen. Diese Stadt ist bei Künstlern wie Musikern und Malern sehr beliebt.
Benidorm
Diese Stadt ist sehr bekannt und belebt. Viele Touristen wissen die zwei schönen Sandstrände und die langen Promenaden, welche zum Flanieren einladen, zu schätzen. Das Nachtleben wird in Benidorm Groß geschrieben. Des weiteren gibt es drei Freizeitparks: Terra Mitica, Terra Natura und Aqualandia.
Benissa
Eine Stadt der Marina Alta mit einem schönen historischen Kern, der aus Häusern des 15. - 18. Jahrhunderts besteht. Im ältesten Gebäude der Stadt, La Lonja de Contratación, dem ehemaligen Rathaus und Handelsplatz, ist heute ein Heimatmuseum untergebracht. Auch sehenswert ist die Kirche Purissima Xiqueta und das Franziskanerkloster von Benissa. Im Umfeld der Stadt bieten sich viele sportliche Aktivitäten an; es gibt mehrere Reitvereine, einen Golfplatz und an den Stränden und Buchten, die teilweise von der hohen Steilküste eingerahmt werden, sind alle Arten von Wassersport möglich.
Calpe
Diese Stadt ist u. a. durch die Sandstrände bei Feriengästen sehr beliebt. Das Wahrzeichen ist der Berg Peñon de Ifach, welcher mit seinen 332 m aus dem Wasser ragt. Sehenswert ist auch die Saline, welche sehr oft von Flamingos genutzt wird.
Crevillente
Eine Industriestadt etwa 10 km von Elche und 30 km von Alicante entfernt, die sich hauptsächlich auf die Teppichherstellung spezialisiert hat. Weitere Wirtschaftszweige sind die Schuh-, die Holz-, Metall- und Baustoffindustrie und die Landwirtschaft mit Obstanbau, Weinbau, Zitrusfrüchten, Feigen, Granatäpfeln und Gemüseanbau. Im Ort gibt es die Kirche Iglesia de Nuestra Señora de Belén aus dem 18. Jhd., den Turm der alten Kirche aus dem 16.-17. Jhd. und das archäologische Museum der Stadt, in dessen Keller sich eine Sammlung von Gegenständen und Büchern aus Praxis und Labor des Arztes Dr. Fernando Mas Magro befindet, einem Einwohner von Crevillente, der für seine Forschungen 1953 für den Nobelpreis vorgeschlagen wurde. Ebenfalls sehenswert ist die Viacrucis/Paseo del Calvario aus dem 18. Jhd., der Kreuzweg, der in der Semana Santa, der Karwoche, der im Ort auch ein eigenes Museum gewidmet ist, eine bedeutende Rolle spielt.
Denia
Vom Meer aus ist Denia sofort an der höher gelegenen, nachts traumhaft beleuchteten Burg zu erkennen, welche zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert errichtet wurde. Denia ist auch für seine kilometerlangen Sandstrände bekannt. Außerdem gibt es Fährverbindungen zu den Balearen.
El Campello
Das Wahrzeichen der 15 km nördlich von Alicante gelegenen Stadt ist der Wachturm aus dem 16. Jahrhundert, der sich direkt neben dem Hafen befindet. Im Meer vor dem Turm liegt eine kleine Halbinsel, die nur durch einen schmalen Weg mit dem Festland verbunden ist. Ihr Name ist Isletta de los Baños de la Reina und auf ihr befinden sich archäologische Ausgrabungen, die auf die Zeit der Iberer, der Griechen und der Römer datiert werden. Ebenfalls einen Besuch wert ist die Fischauktion im Hafen von Campello, in der Lonja de pescado, bei der von Montag bis Freitag der frische Fang direkt an das Publikum verkauft wird. Im Bereich Campello gibt es mehrere Strände und Buchten, die allerdings oft nur einen Kiesstrand besitzen. Wer einen feinen Sandstrand bevorzugt, sollte den Stadtstrand von Campello besuchen. An der dahinter liegenden Promenade kann man auch sehr gut spazieren gehen und in einem der dortigen Restaurants die heimischen Meereserzeugnisse probieren.
Elche
Diese Stadt ist bekannt für ihre wunderschönen Palmengärten. Der größte Palmengarten wurde sogar von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. In der Nähe von Elche sind an der Costa Blanca einzigartige Dünenlandschaften zu entdecken.
Finestrat
Ein kleiner Ort mit großem Berg, eine einfache, aber zutreffende Umschreibung für Finestrat, einem Ort, der sich auch heute noch einen großen Teil seiner Ursprünglichkeit erhalten hat und sich mit seinem nur 2 km langen Küstenstreifens selbst als Einheit aus Meer und Gebirge sieht. Direkt hinter Finestrat erhebt sich der Puig Campana, der mit seinen über 1400 m Höhe zweithöchste Berg der Costa Blanca und ein beliebtes Ausflugsziel für jeden Naturliebhaber. Finestrat lebt heute hauptsächlich von der Landwirtschaft und dem Tourismus. Zu erreichen ist der Ort über die Nationalstraß N-332 und die Autobahn AP-7. Die Entfernung zu Alicante beträgt etwa 40 km.
Gata de Gorgos
Eine Ortschaft 83 km von Alicante und 13 km von Denia entfernt und berühmt für seine Handarbeiten und Flechtwaren aus Espartogras, Palmfasern und Olivenholz. Neben diesem Handwerk, dessen Erzeugnisse man in den an der N-332 angrenzenden Geschäften bewundern kann, leben die Einwohner Gatas von der Landwirtschaft.
Guardamar del Segura
Eine junge, erst Mitte des 19. Jahrhunderts erbaute Stadt, die trotzdem auf eine sehr lange Tradition zurückblicken kann. Die Bebauung des heutigen Guardamar begann nach einem schweren Erdbeben von 1829, das die alte Stadt um die aus dem 12. Jhd. stammende Burg, komplett zerstörte, worauf die Einwohner die Siedlung etwas weiter in Richtung Meer verlegten. Hier zeigte sich allerdings gegen Ende des 19. Jahrhunderts ein neues Problem, in Form von Sanddünen, die die Stadt zu begraben drohten. Deshalb wurden im Nordosten der Stadt bis in die 30er Jahre des 20. Jhd. über 800 ha Dünen konsequent mit Pinien, Eukalyptus und Palmen bepflanzt, woraus dann die Parks Parque Alfonso 13. und der Parque Reina Sofia hervorgingen, der mit seinen Teichen und Wasserfällen und vielen einheimischen Pflanzen zu einem Besuch einlädt. An diese Bepflanzungsaktion und die dabei beteiligten Menschen möchte auch das Museum über den Ingenieur Francisco Mira erinnern, das am Rathausplatz von Guardamar steht. Ein weiteres sehenswertes Museum ist das archäologische, völkerkundliche und paleontologische Museum der Stadt, welches im Casa de Cultura zu finden ist. Hier sind Fundstücke zu sehen, die man bei Ausgrabungen in den Dünen von Guardamar entdeckt hat, unter anderem eine Kopie der mit der bekannten Dame von Elche vergleichbaren Büste, die 1987 entdeckte Dama de Guardamar, auch iberischer Herkunft, aber noch älter als ihr berühmtes Gegenstück. Das Original ist im archäologischen Museum MARQ in Alicante ausgestellt. Auch die Ausgrabungsstätten in den Dünen in der Nähe des Hafens an der Mündung des Segura kann man besuchen, hier gibt es seltene Reste von Bauten der Iberer und Phönizier und ganz in der Nähe auch noch die Reste eines maurischen Klosters aus dem 10. Jahrhundert.Der Ort ist ca. 40 km von Alicante entfernt und am besten über die Nationalstraße N-332 zu erreichen.
Jalon
Diese Gemeinde ist aus dem Zusammenschluß mehrerer Bauernhöfe der maurischen Zeit im Val de Pop, etwa 75 km von Alicante entfernt, entstanden und steht auch heute noch zu seiner Tradition mit Bodegas, die zur Weinprobe einladen, Rosinen aus eigener Produktion und sehr guten Mandel- und Honigprodukten. Ebenso findet in Jalón jeden Samstag entlang des Rio Gorgos oder hier Rio Jalón genannt, ein an der gesamten Küste bekannter Flohmarkt statt, auf dem man vor allem Antiquitäten findet. Sehenswert ist die Kapelle Ermita de Santo Domingo aus dem 17. Jahrhundert, die Kirche Iglesia de la Natividad de Nuestra Señora und die Höhlen Cova de les Maravelles mit prähistorischen Funden und Cova del Mançano mit Höhlenmalereien. Ebenso gibt es ein Wein- und ein ethnologisches Museum in Jalon.
Jávea
Der Ort, am südöstlichen Ende des über 750 m hohen Berges Montgó ist heute eine Hochburg für Touristen, ein beliebter Altersruhesitz für nordeuropäische Senioren und der Anteil der in Jávea angemeldeten Ausländer liegt bei über 50% der Gesamtbevölkerung. Die Geschichte von Jávea beginnt mit den Griechen, die in der Nähe des Cabo de la Nao die erste Siedlung namens Xabia gründeten, was auch heute noch der valencianischen Schreibweise des Ortes entspricht. Ihre Spuren haben hier auch die Karthager, die Römer und die Araber hinterlassen. Exponate aus allen Epochen sind im archäologischen und Völkerkundemuseum von Jávea, am Plaza dels Germans Segarra, 1 ausgestellt. Von der Vergangenheit des ursprünglich zum Schutz vor Piratenangriffen ca. 2 km vom Meer entfernten Ortes zeugen auch verschiedene Bauwerke Jáveas, zum Beispiel der aus dem 14. Jhd. stammende Turm En Cairat, ein Teil der bis 1877 vorhandenen Stadtbefestigung, wie die Stadttore Puerta de la Mar, San Vicente del Ferrer und Sant Jaume. Im sehenswerten Stadtkern von Jávea findet man die Kirche Iglesia de San Bartolomé aus dem 16. Jhd. und verschiedene bemerkenswerte Gebäude, wie den Palast Palau de Antoni Banyuls und den Palau dels Sapena, das über einer 1374 erbauten Kapelle errichtete Mönchskloster Monasterio de Nuestra Señora de los Angeles und die Kapelle de Santa Ana, die einen Teil des am Anfang des 16. Jhd. zum Schutz vor der Pest gebauten Hospitals bildet. In Richtung Strand, westlich des Hafens von Jávea steht die 1967 gebaute, moderne Kirche Nuestra Señora de Loreto, deren Stahlbetonbau einem Schiff ähnelt. In der Nähe am Strand findet sich auch ein auf 156 m Länge vom Meer aus in den Felsen geschlagener Kanal mit 2 m Breite und bis zu 4,5 m Tiefe, der die Verbindung zu den früheren Salinen von Jávea darstellte, in denen Salz gewonnen wurde, daß hauptsächlich zur Haltbarmachung von Fischen benutzt wurde. Jávea verfügt an seinem etwa 20 km langen Küstenstreifen über Sandstrände, kleine, teilweise nur vom Meer aus erreichbare Buchten und mehrere Grotten, die zum Baden und Tauchen einladen und über eine sehenswerte Steilküste mit verschiedenen alten Wachtürmen.Weiter im Landesinneren gibt es die typischen landwirtschaftlichen Anbauflächen mit Getreidefeldern, von deren früheren Verarbeitung noch die Reste verschiedener Windmühlen zeugen, Zitrusfrüchte und Weinanbau. Die Herstellung von Rosinen war bis ins 19. Jhd. ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Jávea, von dem heute noch die "riu-raus" zeugen, vor allem in der Gegend der Marina Alta vorkommende Anlagen zur Trocknung der Weintrauben.Nach dem etwa 90 km von Alicante entfernten Jávea kommt man am besten über die AP-7, Ausfahrt Benissa oder über die N-332 von Gata de Gorgos aus.
La Nucia
Ein eigentlich relativ ruhiger Ort im Hinterland von Benidorm, der wahrscheinlich heute noch nicht sehr bekannt wäre, wenn nicht ein findiger schwedischer Barbesitzer 1982 auf die Idee gekommen wäre, hier einen Flohmarkt zu veranstalten um den Umsatz seines Lokales etwas anzukurbeln. Hieraus entstand einer der größten Rastros der Costa Blanca und jeden Sonntag vormittag tummeln sich in La Nucia viele Touristen und Sonntagsausflügler um die laut Aussage des Rathauses bis zu 700 Verkaufsstände. Neben dem Tourismus lebt La Nucia hauptsächlich von der Landwirtschaft mit den für die Region typischen Mandeln, Oliven, Mispeln und Zitrusfrüchten.In La Nucia lohnt sich ein Besuch der 1803 erbauten Kapelle Ermita de San Vicente Ferrer und der Ermita de San Rafael, des alten Gemeinschaftswaschplatzes von 1924 und des Parkes Font la Favara mit seinem Wasserfall und der typischen mediterranen Vegetation. Auch lohnenswert ist ein Ausflug auf den Mont del Calvari, von dem aus man eine schöne Aussicht über La Nucia und das angrenzende Umland bis zum Mittelmeer hat.Zu erreichen ist der etwa 50 km von Alicante entfernte Ort La Nucia über die Autobahn AP-7 oder die Nationalstraße N-332 bis Benidorm, von wo aus man dann auf die CV-70 in Richtung Callosa de Ensarriá abbiegt.
Moraira
Moraira ist ein malerisches Fischerdorf mit Sandstränden und Felsbuchten. Traditionell gibt es jeden Tag einen Fischmarkt in Moraira, welcher zu den Bedeutendsten an der gesamten Costa Blanca gehört.
Pedreguer
Eine sehr traditionelle Gemeinde direkt an der Autobahn AP-7, etwa 85 km von Alicante entfernt im Norden der Costa Blanca ,vom Tourismus noch nicht so stark berührt und wirtschaftlich mehr von der Landwirtschaft, dem Handwerk und der Industrie geprägt, wobei die wichtigsten Sektoren in der Lederverarbeitung, der Möbelherstellung und der Baustoffindustrie zu finden sind. Die Geschichte des Ortes Pedreguer lässt sich sehr weit zurückverfolgen und es gibt archäologische Funde aus der Bronzezeit, der Iberer, Römer und Araber. Sehenswert in Pedreguer ist die Kirche Iglesia de la Santa Cruz, deren Ursprung auf das 15. Jhd. zurückgeht und die, wie so viele Kirchen der Costa Blanca, wahrscheinlich auf den Resten einer maurischen Moschee errichtet ist. Gebaut ist die Kirche in der klassischen lateinischen Kreuzform mit fünf Kapellen und bemerkenswert in dem Gebäude ist die 1997 von dem deutschen Orgelbauer Gerhard Grenzing installierte Orgel. Gegenüber der Kirche liegt auch noch das sehenswerte Gebäude „Porxens“. Am Stadtrand findet man die mehrfach restaurierte Kapelle Capilla del Santo Cristo del Calvario oder Capelleta de Sant Blai aus dem 18. Jhd., die zuletzt nach einem Brand 1998 wieder hergerichtet wurde. Auch einen Besuch wert sind die, auf dem Hügel Muntanyeta dels Molinets neben der Autobahn liegenden Ruinen von zwei Windmühlen aus dem Jahr 1850, datiert nach dem Stein im Türsturz der einen Mühle und die hinter der grösseren Mühle liegende, aus dem Felsen geschlagene Zisterne, die im Südwesten der Stadt gelegenen Reste der Burg Castellet de l'Ocaive aus dem 12.-15. Jahrhundert, die Höhlen Coves de les Migueles und die Schlucht Barranc de la Font mit ihren Quellen. Auch noch zu erwähnen ist, daß jeden Sonntag von 8.00 Uhr – 14.00 Uhr im Industriegebiet an der Autobahn ein großer Straßenflohmarkt stattfindet.
Pego
Fast 100 km von Alicante entfernt und über die Autobahn AP-7 oder die Nationalstrasse N-332 gut zu erreichen, liegt im Norden der Costa Blanca, etwas abseits der Küste die Stadt Pego zwischen den sie umgebenden Bergen und einer Moorlandschaft namens La Marjal, die den Ort gegen die Küste abgrenzt. Dort werden durch die Stadt Pego organisierte Bootstouren veranstaltet und hier wird heute, allerdings nur noch in geringen Massen, Reis angebaut. Die Wirtschaft Pegos stützt sich neben dem Reis hauptsächlich auf den Anbau von Zitrusfrüchten, vor allem die Kultivierung von Orangen.In Pego empfiehlt sich ein Besuch des Stadtkerns mit einigen Resten der mittelalterlichen Stadtmauer, die leider im spanischen Erbfolgekrieg Anfang des 18. Jhds. zerstört wurde, der Kirche Iglesia de la Asunción de Nuestra Señora aus dem 16. Jhd., die auf den Resten der früheren Kirche erbaut wurde, die wiederum über der früheren Moschee der Mauren errichtet wurde. In der Kirche gibt es ein sehenswertes Altarbild aus dem Jahr 1950 und weitere Kunstobjekte, die vorwiegend aus dem 15. und 16. Jahrhundert stammen. In der Nähe der Kirche findet man auch die Kapelle Capilla del Eccehomo aus dem 18. Jhd. und das Franziskanerkloster Convento de la Sagrada Familia. Ebenfalls sehenswert sind das Museum für moderne Kunst, das etnografische Museum der Stadt und die vielen Kapellen, die Pego umgeben, zum Beispiel die Ermita de San Antonio und die Ermita de San Miguel. Im Umland von Pego gibt es weitere Sehenswürdigkeiten, wie die Ruinen der Burg Castillo de Ambra im Süden der Stadt in der Sierra de Médiadía. Eine maurische Burganlage aus dem 13. Jhd., die nicht als Herrschaftssitz von Grafen oder Baronen diente, sondern zum Schutz der umliegenden Landbevölkerung gebaut wurde.
Polop
Etwas über 50 km von Alicante entfernt, an der Straße von Benidorm nach Callosa de Ensarriá liegt der Ort Polop, ehemals Hauptstadt der Marina Baja und auch bekannt durch den spanischen Schriftsteller Gabriel Miró (1879-1930), der hier lebte.Das früher hauptsächlich von dem Anbau von Oliven, Mandeln, Zitrusfrüchten und Mispeln lebende Polop vollzieht in den letzten Jahren einen starken Wandel hin zum Tourismus als Einnahmequelle. Eine Folge davon ist sicher auch die Verdopplung der Einwohnerzahlen zwischen 1900 und heute. Sehenswert in Polop ist der (geschlossene) alte Friedhof mit den darüber liegenden Resten der Burg von Polop aus dem 12. Jhd., die von den Mauren erbaut wurde. Ebenso das Museo del Alambre (Drahtmuseum) mit seinen Skulpturen und der Sótano Medieval mit einer Ausstellung von antiken Keramikgegenständen, altem Spielzeug, Werkzeug und Gebrauchsgegenständen. Desweiteren gibt es in Polop noch die aus dem 18. Jhd. stammende Kirche Iglesia de San Pedro und als wahrscheinlich wichtigste Sehenswürdigkeit einen Brunnen namens Font dels Xorrets mit 221 Wasserauslässen, an dem sich auch viele Leute ihr Trinkwasser für Zuhause holen.
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